Die Verwaltung wird gebeten zu prüfen, ob das Kopfsteinpflaster auf der Fahrbahn im Kreuzungsbereich von Promenade und Salzstraße ganz oder teilweise durch eine Asphaltierung oder rote Pflastersteine ersetzt oder die Rutschgefahr durch anderweitigen Bodenbelag minimiert werden kann. Die Verwaltung soll insbesondere prüfen, ob im Rahmen des Genehmigungsverfahrens eine Abwägung zwischen städtebaulichem Schutz und dem Schutz der Gesundheit der Verkehrsteilnehmenden zugunsten von letzterem möglich ist.
Die entsprechende Planung sowie eine Kostenschätzung sind der Bezirksvertretung Münster-Mitte zeitlich vorzulegen, um eine mögliche Umsetzung vor dem Winter 2026/27 zu ermöglichen.
Begründung: Die Kreuzung von Promenade und Salzstraße ist – neben einem Abschnitt am Schlossplatz – der einzige Kreuzungsbereich der Promenade mit einer durch Kopfsteinpflaster gedeckten Fahrbahn. Im Winter stellt die Stadt vor dem Kreuzungsbereich Warnschilder mit der Beschriftung „Rutschgefahr“ auf. Diese werden sowohl auf der Promenade als auch auf der Salzstraße aufgestellt. An anderen Kreuzungen der Promenade werden diese Schilder hingegen nicht aufgestellt. Kopfsteinpflaster ist besonders anfällig für Reif- und Eisbildung bei sinkenden Temperaturen. Gerade Radfahrende sind davon betroffen, da Fahrradreifen eine geringe Aufstandsfläche als Autoreifen haben. Bei Nässe und Glätte besteht hier eine höhere Wahrscheinlichkeit für Alleinunfälle. Auch für Kfz erhöht sich auf nassem Kopfsteinpflaster der Bremsweg erheblich. Darüber hinaus kommt es auch in den Sommermonaten, insbesondere zur Lindenblüte, regelmäßig zu einer erheblichen Rutschgefahr. Vor allem beim Abbiegen ereignen sich wiederholt (Allein-)Unfälle. Aufgrund des erhöhten Unfallgeschehens wurde dieser Kreuzungsbereich bereits von der Polizei als Unfallhäufungsstelle gemeldet. Der Austausch des Kopfsteinpflasters durch Asphalt oder Pflastersteine kann hier als vorbeugende Maßnahme zur Erhöhung der Verkehrssicherheit dienen. Zusätzlich würde eine Asphaltierung oder die Verlegung von Pflastersteinen die Querung der Salzstraße für Menschen im Rollstuhl sowie für weitere mobilitätseingeschränkte Personen deutlich erleichtern und somit zur Verbesserung der Barrierefreiheit beitragen. Robohm / Kathöfer, Ozan und Fraktion/Seidemann und Fraktion/Bösche, Tybussek und Fraktion/ Belau